"Wir sind dran: Inspirieren - Reflektieren - Handeln."
Internationales Symposium mit und zum 80. Geburtstag
von Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker am 25. Juni 2019 in Berlin

Eine zukunfts- und chancenorientierte & emotionale Inspirations- und Mitmach-Konferenz mit dem verbindenden geistigen Rahmen, den Ernst Ulrich von Weizsäcker mit seinem Engagement und kreativen Vordenken schafft. Unter diesem Rahmen haben wir - gemeinsam mit der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler und dem Wuppertal Institut - die Weitsicht und das Handlungspotential der etwa 300 Teilnehmenden  zusammengebracht, um „Wir sind dran!“ als Narrativ zu kultivieren und mit konkreten Aktivitäten und Committments zum Leben zu erwecken.

Die Helden der Ökonomie aus der Zeit der Aufklärung werden heute systematisch falsch zitiert.

Denn die moderne Welt hat mit dem England des 18. Jahrhunderts nur noch wenig gemeinsam.

Heute geht es um eine neue Aufklärung für die volle Welt, wo zum Beispiel Balance eine größere Rolle spielt als Rechthaberei

Der CLUB OF ROME fordert eine Neue Aufklärung - Kernaussagen in 15 Minuten
Auszüge aus dem Interview zur Neuen Aufklärung mit Perspective Daily
Die falsche Interpretation der früheren großen Denker

"​Die 3 Briten aus dem 18. und 19. Jahrhundert Smith, Ricardo und Darwin haben zweifelsfrei großartige gedanklich-politische Entdeckungen gemacht. Das Verrückte ist nur, dass die 3 von heutigen Ökonomen systematisch falsch zitiert werden. Sie müssen immer dann herhalten, wenn es darum geht, den freien Markt gegen Eingriffe und Regeln zu verteidigen – und leisten so unfreiwillig Schützenhilfe für eine inhumane, naturzerstörende und langfristig katastrophale Politik."

Adam Smith – Egoismus für eine bessere Gesellschaft?

"Die »unsichtbare Hand« – eine damals als göttlich angesehene Kraft – sorgt dafür, dass der Eigennutz aller das Gemeinwohl aller erhöht.,..,Funktionieren kann das aber nur, wenn es diesen einen gemeinsamen Rechtsrahmen auch wirklich gibt. Zur Zeit von Adam Smith war das britische Recht in der von ihm beschriebenen Welt unangefochten gültig.

Heute gibt es aber den ständigen Wettkampf der Länder und der Rechtssysteme gegeneinander. ,..,Für Adam Smith wäre das ein Horror gewesen. Und trotzdem wird er ununterbrochen dafür in Anspruch genommen. Doch wenn Etikettenschwindler, Steuerhinterzieher oder andere Betrüger im Spiel sind und nicht entlarvt und gefasst werden, weil sie geographisch außerhalb des Rechtsrahmens operieren, etwa in einer Steueroase, dann ist die »unsichtbare Hand« ziemlich machtlos."

David Ricardo – Außenhandel lohnt sich, ohne Wenn und Aber?

"Außenhandel lohnt sich immer. Das Kapital, zu seiner Zeit vor allem das von Produktionskapazitäten wie Fabriken, blieb in Darwin's Überlegungen aber immer am selben Ort.,..., Doch wie Herman Daly, Weltbank-Ökonom und Begründer der ökologischen Ökonomie, betont. Wandert das Kapital hingegen ebenfalls, verliert Ricardos Aussage ihre Gültigkeit.

 

Und genau das ist heute der Fall: Derzeit dienen von 100 Euro, die sich praktisch mit Lichtgeschwindigkeit um den Globus bewegen, 2 Euro der Bezahlung von Gütern und Dienstleistungen. Die restlichen 98 Euro sind pures Kapital, das aus Spekulation und zur kurzfristigen Maximierung der Rendite um die Welt saust und so die Realwirtschaft lenkt und erpresst.,..,Ricardos These so zu lesen, dass internationaler Handel unter allen Umständen allen Beteiligten nütze, ist also ziemlich falsch. Und doch wird sie heute gerne so zurechtgelegt."

Charles Darwin – Barrieren schaden der Vielfalt?

"Der Brite wird häufig so verstanden, als sei Evolution das Ergebnis des »Kampfes ums Dasein«..,..,Ein für die Evolution überaus wichtiger Faktor, den Darwin beschrieben hat, geht in der Anwendung seiner Theorien auf die Wirtschaft meist unter: der Evolutionsfaktor Isolation.,..., Nicht die Verschärfung der Konkurrenz, sondern die Abwesenheit bestimmter Konkurrenten verhalf den Finken auf den Galapagos Inseln zu ihrer evolutionären Höherentwicklung. ,,,.,Übertragen auf unser Leben bedeutet das: Wenn wir alternative Wirtschafts-, Handwerks-, Landwirtschafts- oder sonstige Praktiken erhalten (Anm. im Sinne von "schützen"), sind wir für kommende Krisen besser gewappnet."

Die neue Aufklärung: Balance im Zentrum

"Die Aufklärung des 17. und 18. Jahrhunderts ist allzu oft zu einer Rechtfertigungslehre für Individualismus, Egoismus, Utilitarismus und Freiheitsdogmen mit Staatsverachtung verkommen.

Die neue Aufklärung soll nicht etwa die Tugenden der alten Aufklärung ,..,verdrängen. Vielmehr soll sie dem neuen Dogmatismus, einem schwach reflektierten Neoliberalismus und den genannten Fehlzitierungen ein frisches Denken gegenüberstellen, das es sich leistet, Balancen zu betonen, statt Dogmen zu zementieren.

Es geht um die Balance zwischen Mensch und Natur, zwischen Staat und Markt, zwischen Kurzfrist und Langfrist, zwischen Leistungsanreiz und Gerechtigkeit, zwischen Herz und Verstand."

Eine Neue Aufklärung für eine "volle Welt" in 60 Minuten erklärt

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Prof. Mojib Latif,

Präsident der Deutschen Gesellschaft CLUB OF ROME

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